Montezuma Castle

Arizona ist förmlich übersät mit Nationalmonumenten, die prähistorische Behausungen der Ureinwohner bewahren. Das wahrscheinlich herausragendste Zeugnis dieser längst vergangenen Kultur ist Montezuma Castle. Eingepasst in eine Nische aus weißem Kalkstein in 25 Metern Höhe, erstreckt es sich über fünf Stockwerke und umfasst 20 Räume.

Dank seiner versteckten Lage und dem guten natürlichen Schutz vor Sonne und Niederschlag befindet sich Montezuma Castle in einem sehr guten Zustand. Es gilt als eine der am besten erhaltenen Felsenbehausungen in ganz Nordamerika. Bereits seit Dezember 1906 ist dieses Meisterwerk ein Nationalmonument. Es gehört damit zu den ältesten Schutzgebieten dieser Art in den USA.

Das Hauptgebäude wie auch weitere zum Monument gehörende Ruinen wurden zwischen 1100 und 1425 vom Stamm der Sinagua errichtet. Die gemauerten Wände bestehen aus Steinen und Lehm, die die Erbauer vor Ort vorfanden. Man nimmt an, dass das Castle hoch über dem Beaver Creek errichtet wurde, um sich vor regelmäßig auftretenden Fluten einerseits und möglichen Feinden andererseits zu schützen. Wenige Meter westlich der Hauptruine sind Fragemente eines weiteren Gebäudekomplexes erkennbar.

Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Bausubstanz ist der Zutritt ins Innere der Ruinen seit 1951 nicht mehr möglich. Das etwa 350 Hektar große Monument befindet sich ungefähr im Zentrum Arizonas. Es liegt zwischen Phoenix und Flagstaff und grenzt an die Interstate 17, über die es sehr schnell und einfach zu erreichen ist.

Zu dem Park gehört die Montezuma Well, eine mit Wasser gefüllte Senke knapp zehn Kilometer Luftlinie nordöstlich der Ruine. Der Trichter besteht seit Menschengedenken und entstand durch den Zusammenbruch einer unterirdischen Kalksteinhöhle. In dem Wasser tummeln sich Schlammschildkröten. Schon die Sinagua nutzten das beständige Wasservorkommen, um ihre Felder zu bewirtschaften. Reste eines von ihnen hierfür angelegten Kanals sind bis heute erkennbar. Felsenbehausungen beweisen, dass sie auch an den Steilwänden des Teichs siedelten.

Scroll to Top